Gemeinschaft der Schwestern Jesu

„Ihr aber gehört Christus“

Aus dem heurigen Geschehen

September
Wallfahrt nach Mariazell

Am 8.9., dem „Geburtstag“ der Muttergottes, trafen sich die Schwestern aus Klagenfurt und Wien zu einer gemeinsamen Wallfahrt in Mariazell, um der Muttergottes für die ganze SSJ und auch für viele, die uns im Gebet anvertraut sind, zu danken, sie zu bitten und sich von neuem unter ihren Schutzmantel zu stellen – in dem Vertrauen, dass alle Gnaden durch ihre Hände gehen und dass sie am besten weiß, was ihre Kinder brauchen.

Juli – September
Formation in Klagenfurt

 

Im Juli und August machten zwei unserer drei jüngsten Schwestern in Klagenfurt, dem Ort des Entstehens der Gemeinschaft, ihre heurige Formation, die dritte Schwester hatte diese Möglichkeit im September. Der Besuch an vielen Orten, die eng mit den Anfängen der Gemeinschaft zusammenhängen, war eine Inspiration, sich im Geist des Ursprungs zu erneuern und zu vertiefen.

 


Juli
Charváty 2018

Von 22.-28.7. fand im Pfarrhaus Charváty bei Olomouc das heurige Sommerlager  für Mädchen statt. Das biblische Motto: „Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade gefunden bei Gott“ begleitete sie beim Gebet, bei den Katechesen, bei der Arbeit und der Erholung. Heuer übten sie ein Theaterstück über das Leben von Anička Zelíková ein, die 1941 im Alter von 17 Jahren an Tuberkulose starb, nachdem sie ihr Leben aus Liebe zu Christus als Sühne für die Sünde der Tötung von ungeborenen Kindern angeboten hatte.

Eine Wallfahrt nach Sv. Hostýn und zum Grab von Anička war eine der gelungenen Überraschungen dieser Woche, an deren Ende trotz der Müdigkeit aller Teilnehmenden Zufriedenheit und Dankbarkeit unübersehbar waren – eine Motivation für weitere Fortsetzungen…

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April, Mai
Geistliche Vertiefung

Eine Gruppe von Schwestern nahm von 20.-22.4. in Prag an einem Seminar zum Thema Kommunikation und Zuhören teil. Ins Programm fiel auch die Festmesse im Prager Veitsdom anlässlich der Übertragung der sterblichen Überreste von Kardinal Beran. Das intensive Wochenende war für die Schwestern eine wertvolle Bereicherung für ihre Aufgaben in den Kommunitäten.

Am 2.6. knüpfte Fr. Dr. Krausová mit einem Referat zum Thema Etappen des geistlichen Lebens an ihre Vorträge vom Vorjahr an; sie fand in den dreizehn teilnehmenden Schwestern im Zentrum der SSJ in Olomouc aufmerksame Zuhörer.

Die größte Bedeutung für die Formation der Schwestern haben die jährlichen achttägigen Exerzitien. Die heurigen führten sie zu den Geheimnissen des Herzens Jesu und zum Suchen von persönlichen Antworten auf einige Fragen, die Jesus im Evangelium stellt. Von März bis Mai fanden vier Exerzitienkurse statt, der letzte auf Deutsch folgt in den Sommerferien.

Lebensjubiläum

Ende April erreichte der Gründer der SSJ, P. Robert Kunert SJ, das gesegnete Alter von 85 Jahren. Einen Monat vorher feierte die erste Schwester der Gemeinschaft, Sr. Marta Kaniová, dasselbe Jubiläum. Daher kamen viele Glückwünsche, sowohl schriftlich als auch persönlich, ins Zentrum der SSJ in Olomouc.

P. Altrichter SJ besuchte P. Kunert SJ zu diesem Anlass und feierte dabei für ihn und die SSJ am 23.4. in der Kapelle die hl. Messe. In der Predigt warf er vom ignatianischen Gesichtspunkt aus einen Blick auf Person und Wirken von P. Kunert.

Wenn ich auf P. Robert schaue, glaube ich, dass sich außer anderen Eigenschaften in ihm drei ignatianische Züge gezeigt haben. Ignatius war testardo. Wenn er sich etwas vorgenommen hat, war es immer durchgezogen: konsequent, beharrlich, zusammenhängend, ausdauernd. … wenn P. Robert im guten Sinn des Wortes etwas vor Gottes Angesicht erkannt hat, was richtig ist, so waren die Dinge dann; das ist völlig grundlegend. Anders könnte ein Werk nicht entstehen. Jedes Werk ist abgeklopft, geläutert wie Kristall, wirklich sehr aufrichtig und gewaltig. Das verlangt Ausdauer. (Aus der Predigt von P. Altrichter SJ)

Mehr aus der Ansprache

Um dem Gründer zum Geburtstag zu gratulieren kam eine Woche später auch die Kommunität der Schwestern in der Nuntiatur zusammen mit Mons. Emien, der gerne der Einladung ins Zentrum der SSJ folgte und bei den Begegnungen mit den Schwestern die Gemeinschaft der Schwestern Jesu und ihren Gründer besser kennenlernen konnte. Im Namen des Heiligen Stuhles drückte er wiederholt den Dank dafür aus, dass die Gemeinschaft den Dienst in der Nuntiatur übernommen hat.

März
Neue Kommunität der SSJ

Zum Hochfest des hl. Josef am 19.3.2018 begann unter der Schirmherrschaft dieses Hüters der Heiligen Familie und Beschützers der Kirche eine neue Kommunität der Gemeinschaft der Schwestern Jesu ihre Tätigkeit in der Apostolischen Nuntiatur in Prag. Die Vorgesetzten begleiteten die Vierergruppe der Schwestern an ihre neue Arbeitsstätte. Drei von ihnen haben die Sorge um den Haushalt und den Betrieb des Hauses zur Aufgabe, die vierte geht von dort aus in ihre Arbeit. Nuntius Leanza und die Schwestern von der Kongregation der hl. Elisabeth, die ihre bisherige Wirkungsstätte verlassen, bereiteten den Schwestern einen sehr herzlichen Empfang.

Die Sendung der Schwestern liegt nicht nur im Organisieren von praktischen Angelegenheiten, sondern auch darin, dem Geschehen in der Nuntiatur ein geistliches Hinterland zu schaffen. Die Nähe zur Kommunität bei den Jesuiten in Prag ist den Schwestern eine Unterstützung in ihrer neuen Aufgabe, mit der sie sich Schritt für Schritt vertraut machen, die Begegnungen der beiden Gruppen fördert die beidseitige Freude.

Jänner
Eine neue Etappe der SSJ

Mit Neujahr, zum Fest der Muttergottes am 1.1.2018, begann die Gemeinschaft eine neue Etappe, die gleich von mehreren Meilensteinen charakterisiert wird. Mit diesem Datum endet ein zweijähriger Prozess innerhalb der SSJ. Unter die direkte Verantwortung der Generalvorgesetzten und ihres Rates gehören nun zusammen mit dem Zentrum der SSJ und der Kommunität in Rom auch die Kommunitäten in Wien und Klagenfurt, die bisher die eigenständige Österreichische Vizeprovinz gebildet haben. Die Neuordnung entspricht besser dem Leben der Gemeinschaft und den Bedürfnissen der Schwestern.

 

Ein weiterer bedeutender Meilenstein, der mit dem Jahresbeginn 2018 verbunden ist, ist die Übergabe der Verantwortung für die Tschechische Provinz SSJ. Nach zehn Jahren opferbereiten Dienstes beendete Sr. Alena Jindrová mit 31.12.2017 ihr Wirken als Provinzvorgesetzte. Die Leitung der Tschechischen Provinz wurde mit 1.1.2018 Sr. Petra Kučerová anvertraut. Mit dem Segen von P. Kunert SJ und einer feierlichen Überreichung des Ernennungsdekretes durch die Generalvorgesetzte Sr. Marie Čeganová übernahm sie im Kreis der tschechischen und österreichischen Schwestern, die im Zentrum anwesend waren, ihre neue Aufgabe.

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