Společnost sester Ježíšových

Gemeinschaft der Schwestern Jesu

„Ihr aber gehört Christus“

Entstehung und Entwicklung

Entstehung

Die Gemeinschaft der Schwestern Jesu (SSJ) entstand im Jahr 1981 in Klagenfurt. Sie wuchs aus den tiefen Wurzeln des geistlichen Vermächtnisses des heiligen Ignatius von Loyola und dessen Spiritualität heraus.

Der Gründer der SSJ P. Robert Kunert SJ

Der Gründer der SSJ
P. Robert Kunert SJ

Ihrem Anfang gingen Exerzitien der späteren ersten Schwestern voraus, die ihnen der tschechische Jesuit P. Robert Kunert SJ (geb.1933) gab. Er kam ihrer Sehnsucht entgegen, „Gott in allen Dingen zu suchen und zu finden und ihm mit Liebe zu dienen“, und erarbeitete für sie einen „Entwurf der Ordensgemeinschaft der Schwestern Jesu“, der später zur Grundlage der Satzungen der Gemeinschaft wurde.

Die SSJ wurde erstmals im Jahr 1984 vom Klagenfurter Bischof Dr. Egon Kapellari approbiert.

Ausbreitung nach Tschechien

Nach dem Eintritt der ersten tschechischen Mädchen in die Gemeinschaft im Jahr 1990 kam der Erzbischof von Olmütz, František Vaňák, der Gemeinschaft bereitwillig entgegen und stellte ihnen für das Noviziat das Pfarrhaus in Moravská Húzová zur Verfügung.

Der Nachfolger von Erzbischof Vaňák, Erzbischof Jan Graubner, approbierte die tschechische Gemeinschaft der Schwestern Jesu und ihre Satzungen (später Konstitutionen) im Jahr 1993. 1994 entstand die selbständige Tschechische Provinz der SSJ.

Institut des geweihten Lebens
Übergabe des Dekretes durch Erzbischof Graubner

Übergabe des Dekretes
durch Erzbischof Graubner

Im Jahr 2001 erfüllte die Gemeinschaft alle Anforderungen, um von der Kirche als Institut des geweihten Lebens voll anerkannt werden zu können.

Nach dem Verhandeln mit dem Apostolischen Stuhl in Rom konnte der Erzbischof von Olmütz, Jan Graubner, das Dekret ausstellen, in dem er die Gemeinschaft der Schwestern Jesu als Institut des geweihten Lebens – Ordensgemeinschaft diözesanen Rechtes errichtet. Dieser für die Gemeinschaft bedeutende Tag war das Hochfest Pfingsten, der 19. Mai 2002.

Die Gemeinschaft heute

Derzeit hat die Gemeinschaft 41 Mitglieder und wirkt an 9 Orten in zwei Provinzen. Der Hauptsitz (das Zentrum) oder das Herz der Gemeinschaft, wie es die Schwestern manchmal nennen, befindet sich in Olomouc (Olmütz – Tschechien).

Kommunitäten der Schwestern Jesu kann man heute antreffen in Königgrätz (seit 1992), Český Těšín (1992), Kožušany (1993), Prag (1993), Olmütz (1996), Ústí nad Orlicí (1997) und seit 2008 in Olešná. Eine eigene Kommunität bildet das Noviziat für beide Provinzen („international“), das sich in Olmütz befindet. In der Österreichischen Provinz ist je eine Kommunität in Wien (1996) und in Klagenfurt (1981).

Erwähnenswert sind auch die Orte, wo sich zwar heute keine Kommunitäten der SSJ mehr befinden, aber diese Wirkungsstätten gehören unwegdenkbar zur Entwicklung der Gemeinschaft: Hostýn (1992-1994), Pardubice (1995-1998), Dolní Čermná (1996-1998) und Hostinné (1999-2006); in Österreich Knabenseminar in Tanzenberg (1988-1992), St. Andrä im Lavanttal (1991-2000) und Bischöfliche Residenz in Klagenfurt (1992-1995).