Gemeinschaft der Schwestern Jesu

„Ihr aber gehört Christus“

Zweifacher Eintritt in die Gemeinschaft

Die Anwärterinnen Klára Piskořová und Pavlína Chudá, die beide längere Zeit bei den Schwestern verbrachten um ihre Be­rufung zu erkennen, beendeten ihre Anwärterschaft mit der Entscheidung zum Eintritt in die SSJ. Bei der hl. Messe am 9. September 2019, die P. Ladislav Švirák in einer Seitenkapelle des Domes in Olomouc feierte, wurden sie in die Gemeinschaft aufgenommen. Dieses freudige Ereignis teilten sie mit in einer größeren Gruppe von Schwestern aus fast allen Kommunitäten. Mit dem Eintritt beginnen die Novizinnen Klára und Pavlína einen neuen Lebensabschnitt, in dem sie tiefer ins geistliche Leben und das Charisma der Gemeinschaft hineinwachsen werden.

„Wir versammeln und wegen dem, der euch ruft, und auf des­sen Rufen ihr in bestimmter Weise antwortet. … Wir wissen, dass Jesus sich freut, wenn ein Mensch erlaubt, dass er in sein Leben eintritt, auch wenn er sich seiner Unvollkommenheit, seiner Schwachheit und Sündhaftigkeit bewusst ist.

Wenn ihr beide z.B. anstelle des Evangelisten Johannes erzäh­len könntet, wie es war, als ihr ihn, jede an einem anderen Ort, in einer anderen Umgebung, und wie wir gehört haben, auch in einer anderen Zeit, Jesus getroffen habt. Irgendwie habt ihr ihn von Jung auf gekannt, dank der Eltern oder den Omas – wer auch immer unser Leben berührt – aber auf einmal war es so, dass man sich bewusst ist: Er ist ganz nahe da und schaut mich an und spricht zu mir. Und ich muss ihm antworten.

Jesus ist da, er ist da für mich, ich muss mich nicht vordrängen. Er ist mir immer zur Disposition. Trotz aller Unvollkommen­heiten des Menschen, trotz aller Schwachheiten und Sünden ist er immer diese Sicherheit und der Weg zu meinem Glück. Was anderes suchen wir? Glücklich sein. Möge es der Weg zum Glück sein. Und möge es sich einmal wirklich in seinen Armen erfüllen, wenn wir die Schwelle zur Ewigkeit überschreiten, wenn wir ihn von Angesicht zu Angesicht sehen und seine Stimme hören.“

(Aus der Ansprache von P. Ladislav Švirák)