Worte zum Abschied von P. Michal Altrichter SJ
Eine weibliche Ordensgemeinschaft zu gründen – auch wenn er zu sagen pflegte, ich stehe nur bei ihrer Entstehung – das ist auch in anderen Spiritualitäten nicht einfach. Als Jesuit war er fähig drei Züge des Gründers der Gesellschaft Jesu, unseres hl. Ignatius, zu bevorzugen.
Erstens. Nicht bei einer verfliegenden Idee stehenbleiben, sondern sie durch Tat und in der Praxis ausführen, ein systematisches Werk vollbringen.
Zweitens. Erkennen, wozu Gott ihn geschaffen hatte, und darin sehen, wie Gott selber ihn heiligt und wie er andere heiligen kann.
Drittens. Immer den anwesenden Gott zutiefst anbeten, in dem alle Antworten auf unsere Fragen sind.
Dass Pater Robert in vielem die Welt von Österreich, Böhmen und Mähren vereinte, dass er fähig war Schwestern zu formen, damit sie der Kirche dienen, und das vorzüglich, und zwar an verschiedenen Orten, nicht nur in Tschechien, sondern auch im Ausland, in Rom, entspricht schon unserem Blick auf die Früchte seiner Arbeit und auch seines Leidens. Jetzt wird, wie wir glauben, Pater Robert euch alle, liebe Schwestern, aber auch uns, aus der Nähe Gottes segnen. Euch, liebe Schwestern gebührt ein großer Dank auch von unserer tschechischen Provinz der Gesellschaft Jesu, von Pater Provinzial, der heute nicht mit uns sein konnte, dass ihr euch ihm bis zum letzten Atemzug gewidmet habt. Es war ein nicht einfacher Dienst und wird euch weiteren Segen bringen.
Pater Robert, du lächelst, und wir lächeln mit dir, denn in einem lieben Lächeln ist immer der Sieg Christi.